Über mich

Ich habe eine Lernbehinderung und ich bin ein Autist.

Manche sagen auch „geistige Behinderung“ dazu,  weil ich eine Schule für „geistig Behinderte“ besuche.

Was Autismus ist, weiß ich eigentlich nicht so genau, das kann man im Google nachlesen. Ich finde mich eigentlich ganz normal, so wie ich bin. Mein weiteres Spezialinteresse sind Züge, dafür habe ich momentan aber nicht so viel Zeit, weil ich Webmodi bin.

Ich kann nicht so gut lesen und ich bin sehr beeinträchtigt.

Ich bin bei einem Radio wo sie mich sehr gut aufgenommen haben als behinderter Mensch.

Das Radio wo ich war sendet momentan nicht. Aber ich bin jetzt bei einem neuen Radio, da sind die Kollegen auch super nett, das freut mich sehr.

Wie ich das geschafft habe, steht in meinem Blog. Hier könnt Ihr von an Anfang an lesen:
„Wie-alles-begann“

Auch wie es weiterging und was momentan so los ist, könnt Ihr in meinem BLOG lesen.

 


Hintergrundinformationen (von meiner Mama)

Wir werden immer mal wieder gefragt, wie es denn funktionieren kann, dass jemand, obwohl er nur über geringe Lese- und Schreibkenntnisse verfügt, also „geistig behindert“ und dann auch noch „autistisch“ ist,  im Internet doch so aktiv sein kann und sogar bei einem Webradio als Moderator mitwirkt?

Dazu muss man Folgendes wissen:

„Nach Angaben der WHO besteht bei 1–3% der Bevölkerung eine geistige Behinderung (GB). Bei etwa jedem 4. Menschen mit GB besteht zusätzlich eine Autismusspektrumstörung.
(Quelle: „Autismus bei erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung“ – Zeitschrift: Der Nervenarzt > Ausgabe 11/2010, Autoren: Dr. T. Sappok, T. Bergmann, H. Kaiser, A. Diefenbacher)

Somit ist diese Diagnose gar nicht so selten. Leider stellen sich die meisten Menschen beim Begriff Autismus meist nur zwei verscheidene extreme Auprägungen vor:

1.) „High-Funktion“-Autisten, also hochbegabte Autisten, manche sogar Savants mit einer Insebegabung. Typische Beispiele sind „Rainman“ aus dem gleichnamigen Film, oder Stephen Wiltshire aus London, der aus dem Gedächtnis das Panorama einer ganzen Großstadt nahezu perfekt nachzeichnen kann, siehe diesen Beitrag aus der ARD-Reihe „W-wie-Wissen“: www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2011/die-lebende-kamera-100.html

2.) „Extreme“-Autisten aus dem Bereich des „Frühkindlichen Autismus“, die auf jegliche Veränderung  in ihrer Umgebung mit Wutausbrüchen reagieren und kaum zu sozialer Interaktion fähig scheinen.

Die Wahrheit liegt, wie so meist im Leben, irgendwo dazwischen.

Denn, JEDER AUTIST IST ANDERS – aber immer einzigartig und faszinierend.

Autisten haben den großen Vorteil, sich sehr gut auf nur eine Sache konzentrieren zu können. Das ist bei allen Betätigungen am Computer natürlich sehr von Vorteil.

Mit Hilfe von Sprachein und -ausgabe am Computer kann das Lese- bzw. Schreibproblem elegant umgangen werden. Die Kopierfunktion von Windows ist dabei von großem Nutzen.

An Hardware benötigt man einen Computer neuerer Ausführung mit mindestens Windows 8, ein Headset oder Mikrofon und Kopfhörer sowie natürlich viele eigene Musikdateien im MP3-Format, am besten auf einer separaten Platte.

Als Software müssen ein Modi-Programm zum Abspielen der Musik, z.B. SAM oder Radio Boss, o.ä.  und der Teamspeak 3-Client (Freeware) zum Absprechen mit den Kollegen im Hintergrund vorhanden sein

Wenn man dann auf Menschen mit viel gutem Willen, Beharrlichkeit und ohne Vorurteile trifft, dann ist vieles möglich, sogar „Moderieren im Webradio“.